Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am Freitag, 12. Februar 2016 15:38 Webmaster

Bericht: Olaf Paare
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   Klaus Castor

Viele richtige Entscheidungen

Hockey, Zweite Bundesliga KHC legt schnell den Respekt ab – Marco Müller und Sven Beringer gehen

Bad Kreuznach. Zehn Spiele, fünf Siege, Platz drei – das sind die nackten Zweitliga-Zahlen des Kreuznacher HC. Doch dahinter steckt viel mehr – Emotionen beispielsweise. „Bad Kreuznach stand hinter uns. Es hat eine Riesen-Resonanz in der Stadt gegeben, und das haben die Jungs genossen“, sagt Markus Hippchen, der Trainer des KHC. Er ergänzt: „Ich möchte mich sehr herzlich bei den Leuten im Umfeld des Vereins bedanken, wie Tilmann Fuchß, der für die Choreografien verantwortlich war und sich viel Arbeit gemacht hat. Es war ein großer Zusammenhalt zwischen Team, Verein und Anhängern zu spüren.“

Hippchen blickt mit großer Freude auf die Premierensaison zurück, freut sich, dass viele seiner Pläne aufgegangen sind. „Wir haben sehr schnell den Respekt abgelegt. Dass wir spielerisch mithalten würden, war mir vorher klar“, sagt Hippchen. Als Initialzündung gilt das späte Siegtor von Alex Cunningham im dritten Spiel in Nürnberg. Anschließend startete der KHC eine Serie (drei Siege aus vier Partien), die den Klassenverbleib frühzeitig absicherte. Als gelungen kann Hippchens Marschroute angesehen werden. Er legt Wert auf auf taktische Disziplin im Aufbauspiel und im Defensivverhalten, lässt seinen Akteuren aber auch individuelle Freiheiten. „Es gibt Lösungsansätze, aber die Entscheidungen müssen die Jungs selbst treffen, und die waren ganz oft richtig“, lobt der Coach.

Einige Male schwankten aber auch die Leistungen, gab es eine gute und eine schlechte Hälfte. Deshalb hofft Hippchen in der nächsten Saison auf mehr Konstanz. Die ist auch zu erreichen, in dem das Team noch ruhiger sein Spiel durchzieht, weniger Emotionen zeigt. Hippchen formuliert es so: „Die Birne ist das wichtigste Teil, um gutes Hockey zu spielen.“

Nach der Hallenrunde ist vor der Feldsaison. Dort will der KHC den guten Start in der Ersten Regionalliga nutzen, um eine ungefährdete Runde zu spielen. Verzichten muss das Team dabei auf zwei Stützen aus der Zweiten Liga. Marco Müller und Sven Beringer stehen nicht mehr zur Verfügung. „Beide tun uns gut. Deshalb habe ich natürlich Gespräche mit ihnen geführt, doch wir müssen ihre Gründe zu wechseln, verstehen und akzeptieren“, sagt Hippchen. Hinter Müller liegt eine erstklassige Hallensaison. Seine Rückkehr war ein fetter Gewinn für das Team. Gemeinsam mit Sebastian Behr und Beringer war er für die Offensivpower des ersten Blocks verantwortlich. Das Zusammenspiel wirkte perfekt aufeinander abgestimmt. Müller hat aber seinen Lebensmittelpunkt aus beruflichen Gründen nach Heilbronn verlegt. „Und über den Sport findet man Anschluss, lernt neue Leute kennen. Deshalb wird sich Marco vermutlich in Heilbronn einen Verein suchen. Das heißt aber nicht, dass er nicht auch noch mal zu seinem Heimatverein zurückkommt“, berichtet Hippchen.

Beringers Engagement beim KHC war von Beginn an auf die Hallensaison beschränkt. Er war mehr oder weniger ausgeliehen von der TG Frankenthal. „Ihm hat es bei uns gut gefallen, er hätte sich auch vorstellen können zu bleiben. Sven steht aber bei den Frankenthalern im Wort, und das möchte er nicht brechen“, weiß Hippchen.

Der Coach lobt, dass sein Team in der Hallenrunde für den Erfolg gelebt habe. „Die Jungs sind vor den Spielen nicht weggegangen, haben auf viele Sachen verzichtet. Sportlich haben wir zudem alles gemacht, was man machen kann“, resümiert der Coach. Aufgrund dieser intensiven Zeit lässt er seinem Team nun ein wenig Freiraum. Erst Mitte März beginnt Hippchen mit der Feldvorbereitung. „Ich schätze aber, dass 80 Prozent der Jungs auch jetzt für sich trainieren“, erklärt der Trainer. Er betont: „Im Feld schauen wir nicht nach oben. Es geht darum, sich schnellstmöglich von unten abzusetzen.“ Schließlich ist der KHC im Feld Aufsteiger. Aber das war er in der Halle ja auch und hat dann auf ganzer Linie überzeugt.

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 11. Februar 2016, Seite 25


 


Spieler für Spieler – Markus Hippchen beurteilt seine Jungs

Markus Hippchen, der Trainer des Kreuznacher HC, hat eine hohe Meinung von seinem Hockeyteam: „Ich habe alle Spieler ins Herz geschlossen. Da ist keiner dabei, der nur zum Team gehört, weil er gut Hockey spielt, aber menschlich nicht passt.“ Hippchens Einschätzungen über die 15 eingesetzten Zweitliga-Spieler:

Alex Bäsel: „Kommt dreimal die Woche aus Neunkirchen und hat damit viel Geld in die Zweitligasaison investiert. Auch sein Vater Peter steht hinter dem Engagement, war bei allen Auswärtsspielen dabei. Ich hätte nicht gedacht, dass es Alex ins Team schafft, aber er hat sich schnell entwickelt und viel gelernt. Ein guter Typ. Schön, dass er im Feld bei uns bleibt.“

Sebastian Behr: „Ein lieber, bescheidener Junge und ein außergewöhnlich guter Hockeyspieler. Er kennt die Bundesliga und die Nationalmannschaft, aber er ist ein Familienmensch, der auch noch Zeit für andere Dinge haben möchte, deshalb spielt er bei uns. Er ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld, gemeinsam mit Maurice auch mein erster Ansprechpartner in taktischen Fragen. Sebastian versteht, was ich will. Nicht nur weil er die meisten Tore geschossen hat, sind wir alle sehr froh, dass wir ihn haben.“

Andreas Beißmann: „War bis zu seiner Verletzung Stammspieler. Hat gegen Rüsselsheim ein sensationelles Tor gemacht. So sticht nur er die Bälle rein, bekommt immer noch einen Schläger dazwischen.“

Jan Beringer: „Er ist das Gegenstück zu seinem impulsiven Bruder, nur ein kleiner Vulkan. Technisch sehr stark. Im Aufstiegsjahr hat er verletzt gefehlt. Jetzt hat er alle Spiele gemacht. Über sein erstes Tor hat er sich sehr gefreut, und ich mich mit ihm.“

Sven Beringer: „Unser Speedy Gonzales. Er hat sich menschlich entwickelt, ist gereift, ein lieber Junge. Aber auch sportlich hat er dazugelernt. Daran ändern auch die beiden Zeitstrafen am Ende nichts. Er hat sehr viel einstecken müssen, ist oft gefoult und provoziert worden. Sven hat großen Anteil an unserem guten Abschneiden.“

Benjamin Blaschke: „Unser Rückhalt, er hat eine super Runde gespielt. Hat sich enorm weiterentwickelt und den Sieg in Rüsselsheim im Alleingang gesichert. Er hat beim VfL im Feld angefangen, wurde dann Torwart, war bei uns lange die Nummer zwei und hat dann seine Chance genutzt. Vor einem Jahr gab es eine Situation, in der ich mich zwischen Benny und Felix Rippel entscheiden musste. Die Entscheidung für Benny habe ich nie bereut. Er ist immer motiviert, macht viel fürs Team. Ich hoffe, dass er noch lange gesund bleibt.“

Alex Cunningham: „Unser Stürmer, hat mit seinem späten Tor in Nürnberg für den geilsten Zweitliga-Moment des KHC gesorgt. Am Ende hat er auch regelmäßig und zahlreich getroffen. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass es etwas dauert, in unser System und Team zu finden und unsere Abläufe zu verinnerlichen. Ein geiler Typ, der mir viel Spaß macht.“

Kevin Dörfler: „Ich hatte ihn nicht auf dem Schirm. Doch jeder hat eine Chance erhalten, und er hat sie genutzt. Hat dabei gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Es freut mich immer sehr, wenn ein Junge aus dem eigenen Verein den Schritt in die erste Mannschaft schafft.“

Jan Fürsicht: „Stammspieler in der Aufstiegssaison, dann aber in der Zweitliga-Vorbereitung lange krank und somit ohne Chance. Am Saison hat er dann wieder ins Team gefunden und seine Sache super gemacht. Steht defensiv gut. Wenn er auf dem Feld ist, habe ich nie Angst, dass uns der Gegner mit einem überraschenden Ball aushebelt.“

Marcel Hippchen: „Wenn er richtig Bock hat, ist er nicht zu bremsen. Er hat viel zum Aufstieg beigetragen und jetzt auch zum frühzeitigen Klassenverbleib. Er ist der Mann für die einzigartigen Bälle, wie er mit dem Pass auf Alex Cunningham kurz vor Schluss in Nürnberg bewiesen hat. Dafür hat er gutes Auge.“

Maurice Hippchen: „Er ist defensiv einer unserer stärksten Spieler. Es gab Spiele, da hat er nicht einen Zweikampf verloren. Eine wichtige Stütze.“

Moritz Jürgensen: „Ihn habe ich gerne auf dem Feld, wenn es eng wird. Kann mit seiner Konterstärke und seinem Willen Spiele entscheiden. Ein ehrgeiziger, geiler Typ, der nicht verlieren kann.“

Marco Müller: „Ein ganz wichtiger Spieler – nicht nur auf dem Feld.“

Niklas Senft: „War bei seinem Einsatz in Nürnberg zu Beginn sehr nervös, kann sich aber auf die Fahne schreiben, beim ersten Zweitliga-Sieg des KHC das Tor gehütet zu haben. Er kommt derzeit an Benny nicht vorbei. Aber Niklas gehören die Jahre nach Benny.“

Christopher Zerfaß: „Der Kapitän, mehr muss ich nicht sagen. Er knallt die Ecken rein und zieht die Anderen mit seinem starken Willen mit.“

 

Notiert von Olaf Paare.
Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Donnerstag, 11. Februar 2016, Seite 25


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