Pressebericht

Hockeyabteilung

Aktualisiert am Dienstag, 26. Januar 2016 10:29 Webmaster

Bericht: jbr
Foto: 
   Jan Brückner

Hockeyspieler riefen zum Typisieren auf

Stammzellenspenderdatei Mannschaft des Kreuznacher HC ging mit gutem Beispiel voran

M Bad Kreuznach. Einen Wangenabstrich und ein paar ausgefüllte Formulare – mehr ist nicht nötig, um einen potenziellen Lebensretter in die Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufzunehmen. Am Sonntag fand in der Jakob-Kiefer-Halle eine Typisierungsaktion für Stammzellen und Knochenmark zur Bekämpfung von Leukämie statt. Zum Spenden hatten die Hockeyherren des Kreuznacher HC an ihrem letzten Heimspieltag aufgerufen und waren mit gutem Beispiel vorangegangen. Die gesamte Mannschaft sowie das gegnerische Team und die Frauenmannschaften ließen sich typisieren. Die Zusammenarbeit erfolgte mit der Stefan-Morsch-Stiftung, die an diesem Tag mehr als 90 neue Einträge in die Spenderdatei verzeichnete.

Benjamin Blaschke, Torhüter der Kreuznacher Herrenmannschaft, hat die Aktion initiiert, um die vielen Zuschauer ihrer Spiele gleichzeitig zum Spenden zu engagieren. „Es ist kein großer Aufwand damit verbunden, sich typisieren zu lassen“, erklärt er seine Motivation. „Aber so wächst die Spenderliste, und wir helfen einer guten Sache.“ Außerdem wisse man nie, ob und wann man selbst auf Hilfe angewiesen sein wird. Die große Resonanz, die das Angebot fand, ermutigt die Mannschaft, diese Aktionen auch bei Feldspielen fortzusetzen. So kann bei noch mehr Menschen Interesse für die Typisierung geweckt werden.

Bei Leukämie ist das Knochenmark erkrankt, die Blutbildung gestört. Schlagen Therapien nicht mehr an, hilft nur noch eine Knochenmarkspende. Damit es nicht zu einem Abwehrkampf zwischen transplantierten und eigenen Zellen kommt, müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger maximal identisch sein. Es ist also nicht einfach, einen Spender zu finden, Daher will die DKMS möglichst viele potenzielle Spender registrieren. Stimmt bei einem Kranken und einem Spendebereiten alles überein, wird um die Stammzellspende gebeten. Die gemeinnützige Stefan-Morsch-Stiftung mit Sitz in Birkenfeld ist die älteste Stammzellspenderdatei Deutschlands. Unter dem Leitmotiv „Hoffen – Helfen – Heilen“ unterstützt sie Leukämie- und Tumorkranke. Hauptziel der Stiftung ist es, Menschen zu motivieren, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Die einzigen Voraussetzungen für eine Aufnahme in die Spenderliste sind, dass die Freiwilligen zwischen 18 und 40 Jahren alt und gesund sind. jbr

Weitere Typisierungsaktionen im Kreis finden am 3. Februar in Bad Sobernheim, am 12. Februar in Kirn und am 23. Februar in Langenlonsheim statt. Mehr Infos unter www.stefan-morsch-stiftung.com

Oeffentlicher Anzeiger (Ost) vom Dienstag, 26. Januar 2016, Seite 13


Bildunterschrift:
Benjamin Blaschke (rechts) hat mit den Hockeyherren die Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung begonnen, um ihre Fans zur Hilfe von Leukämiekranken zu motivieren. Rolf Jürgen Klein von der Stiftung freute sich über den Ausbau der Spenderdatei. Foto: Jan Brückner
 


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